Fußabdruck

„Der positive Fußabdruck“ – Gestalten Sie als Community ein Lehrwerk

CO2-Handel, Förderung erneuerbarer Energien, Upcycling: Auf politischer Ebene werden in Klimaabkommen Zielsetzungen zum Klimaschutz vereinbart, welche die Wirtschaft umsetzen soll. Doch auch auf der persönlichen Ebene ist Engagement für Umweltschutz unverzichtbar. Müll trennen, Plastiktüten abschaffen, regional und Bio kaufen kennen die meisten von uns. Mit dem Konzept Cradle to Cradle wurde ein alternativer Ansatz entwickelt, Antworten auf ökologisch-ökonomische Fragestellungen zu finden. Ingrid Richl, Lehrerin an einer Realschule in Baden-Württemberg, hat das Thema bereits unterrichtet und arbeitet an einem Lehrwerk zum Thema „Der positive Fußabdruck“. Sie hat sich an das Team von MINT Zirkel gewandt und setzt auf die Unterstützung der MINT Zirkel Community.

Das Thema: Vom Anspruch an die Wirtschaft, einer anderen Haltung zur Rolle des Menschen und Cradle to Cradle als Unterrichtsthema

Cradle to Cradle liefert eine neue Perspektive auf die Bewertung von Wirtschaftsabläufen und unser Zusammenleben. Der Startpunkt liegt in der Verantwortung gegenüber unserer Natur, die sich das Konzept zum Vorbild nimmt. Laut Michael Braungart und William McDonnough, auf die die Idee zurückgeht, kenne die Natur keinen Abfall, sondern setze die richtigen Materialien zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ein. In Bezug auf die Wirtschaft beginnt das Konzept also schon beim Design von Produkten: Sie müssen so konzipiert sein, dass sie ohne Qualitätsverlust wiederverwertet werden können – Materialien sind abbaubar und zirkulieren im biologischen Kreislauf oder sie sind demontierbar und zirkulieren im technischen Kreislauf. Alles ist und bleibt Nährstoff für weitere Produkte. Nachhaltigkeit und geschlossene Kreisläufe werden so zu zentralen Aspekten der Produktentwicklung.

Mit diesem Ansatz geht eine andere Haltung zur Rolle des Menschen auf der Erde einher. Das bisherige Konzept des ökologischen Fußabdrucks setzt die Endlichkeit unserer Ressourcen voraus und hat zum Ziel, den CO2-Ausstoß, den Verbrauch von Ressourcen und die Müllproduktion zu verringern. Der Mensch erscheint so in erster Linie als Schädling, der durch sein Verhalten die Umwelt zerstört. Indem das kreative Potenzial, vollständig abbaubare oder kreislauffähige Produkte zu schaffen, in den Mittelpunkt gerückt wird, kann der Mensch als Nützling gesehen werden. Dieser Blick auf den „positiven Fußabdruck“ stärkt die Selbstwirksamkeitserfahrung der Schüler*innen, sagt Ingrid Richl. In ihren Unterrichtsstunden signalisiert sie den Kindern und Jugendlichen: Eure guten Ideen sind gefragt! Ihr könnt was bewegen! Ihr Anliegen ist es, Kolleg*innen in ganz Deutschland die Möglichkeit zu geben, mit aktuellen und zukunftsorientierten Inhalten Klimaschutz und Ressourcenschonung im Unterricht zu thematisieren.

Um Cradle to Cradle als Unterrichtsthema aufzubereiten, werden die zu gestaltenden Stunden unter Berücksichtigung des Beutelsbacher Konsens erstellt. Mit einem multiperspektivischen Ansatz, der unterschiedliche Meinungen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik einbezieht, kann das Thema Klimaschutz ganzheitlich beleuchtet werden. Der schülerzentrierte Ansatz soll forschend-entdeckendes Lernen ermöglichen und den Lernenden einen selbstbestimmten Einblick gewähren.

Das Lehrwerk: Von der Idee hin zum Manuskript

Um aus einer guten Idee ein schultaugliches Lehrwerk zu machen, müssen viele Prozesse in Gang gesetzt werden. Gemeinsam mit Ingrid Richl bitten wir daher die MINT Zirkel Community um Unterstützung in den nächsten Schritten bis zum fertigen Buch und starten das Projekt „Der positive Fußabdruck“. Wir suchen Lehrkräfte, Fachdidaktiker*innen, Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen von Unternehmen, Stiftungen und Verbänden, die Interesse an einem Austausch zu diesem Thema haben, Interviews geben, Artikel verfassen und die Entwürfe für Unterrichtsstunden bewerten. Die unterschiedlichen Perspektiven werden auf dem MINT Zirkel Blog zusammengeführt, sodass Ingrid Richl daraus ein umsetzungsfähiges und von der Community gestütztes Manuskript entwickeln kann.

Unterstützen Sie das Projekt als Botschafter*in oder Förder*in

Haben Sie Interesse, sich an diesem Projekt „Der positive Fußabdruck“ zu beteiligen, oder haben Sie bereits eine Unterrichtseinheit zu diesem Thema konzeptioniert? Dann melden Sie sich bitte über das untenstehende Kontaktformular bei unserem Redaktionsteam. Um auf dem Laufenden zu diesem Projekt zu bleiben, abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter und folgen Sie uns auf Facebook und Twitter.

Kontaktformular

So kann ich das Projekt unterstützen:
Als Botschafter*in sorge ich dafür, dass möglichst viele Menschen von der Idee erfahren und auf dem Laufenden bleiben wollen. Dazu teile ich die Artikel und Informationen in meinen sozialen Netzwerken, in meiner Schule oder in meinem Freundes- und Bekanntenkreis.

So kann ich mich am Projekt beteiligen:
Als Teilgeber*in gestalte ich das Lehrwerk mit, indem ich Meinungen zum Thema äußere sowie bei anderen einhole, Ideen zu wichtigen Teilaspekten entwickle, Kontakte herstelle, Feedback zum Manuskript gebe oder eigene Unterrichtsideen einbringe.

So kann ich das Projekt fördern:
Als Förderer*in liegt mir die Realisierung des Projekts am Herzen. Daher bin ich bereit, die Veröffentlichung finanziell zu unterstützen.

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